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Analysten: Finger weg von italienischen Banken

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Analysten: Finger weg von italienischen Banken

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An der Mailänder Börse geraten Bankenwerte zunehmend unter Druck. Die Sorge unter Investoren ist, die Krise der spanischen Banken könnte nun auch die italienische Kreditwirtschaft anstecken.
Analysten warnen bereits vor zu großem Kontakt mit italienischen Banken. Diese hielten inzwischen rund 300 Milliarden Euro an italienischen Schuldtiteln und machten sich damit abhängig von Rom.

Deswegen sei der Angriff der Kapitalmärkte auf Spanien im Grunde ein Angriff auf das Projekt Europa, meint Daniel Alvarez von XTB Brokers in Madrid. Der Beweis sei das Anziehen der Zinsen auf italienische Anleihen.

Betrachtet man die Zinsentwicklung bei spanischen und italienischen Staatspapieren, so ergeben sich deutliche Gemeinsamkeiten. Der Anstieg der spanischen Risikoaufschläge von 5,2 Prozent im März auf jetzt 6,7 Prozent ist eine Folge der Bankenkrise. In Italien kletterten die Zinsen im gleichen Zeitraum ebenfalls – und zwar von unter fünf auf 6,1 Prozent. Und das ohne Bankenkrise.

Und das, obwohl der seit November in Rom amtierende Ministerpräsident Mario Monti dem Land einen harten Spar- und Reformkurs verschrieben hat.
Doch dieser Kurs führt kurzfristig zu weniger Wachstum und höherer Kreditaufnahme. Und dies widerum zu höheren Zinsen.