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In Birma gehen Moslems und Buddhisten aufeinander los

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In Birma gehen Moslems und Buddhisten aufeinander los

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Im Vielvölkerstaat Myanmar/Birma sind jahrzehntelang gärende ethnische Konflikte aufgebrochen. Nach blutigen Zusammenstößen von Muslimen und Buddhisten mit mindestens 17 Toten wurde über Teile des westlichen Bundeslandes Rakhine das Kriegsrecht verhängt.

Gemäß dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 gilt die muslimische Minderheit der Rohingya in diesem Bundesland nicht als eine der 135 einheimischen Bevölkerungsgruppen – sie haben damit keinen Anspruch auf die Staatsbürgerschaft.

In der Hauptstadt Rangun forderten jetzt etwa 1000 buddhistische Demonstranten die Ausweisung der muslimischen Minderheit.

Augenzeugen zufolge hatten Angehörige dieser Volksgruppe eine buddhistische Trauerfeier attackiert.

Wenige Tage zuvor hatten etwa 300 Buddhisten einen Bus angegriffen und zehn Muslime getötet, um einen Sexualmord zu rächen.

mit Reuters, AFP, dpa