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Millionen Kinder getötet, rekrutiert, sexuell missbraucht oder ausgebeutet

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Millionen Kinder getötet, rekrutiert, sexuell missbraucht oder ausgebeutet

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Mehr als 200 Millionen Kinder rund um den Globus haben keine Kindheit: Sie müssen arbeiten oder geraten in bewaffnete Konflikte der Erwachsenen. Das geht aus Berichten der UNO und der ihr nahestehenden Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor.

In einer “Liste der Schade” führt die UNO 32 Länder und Kriegsparteien auf. Hier würden Kinder in bewaffneten Konflikten getötet, rekrutiert oder Opfer sexueller Übergriffe: Unter anderem in Afghanistan, Myanmar/Birma, Irak, Sudan, in der Demokratische Republik Kongo und Somalia.

Radhika Coomaraswamy, UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte:

“In Syrien werden schon neunjährige Kinder Opfer von Mord und Verstümmelung, Inhaftierung, Folter, willkürlichen Festnahmen. Und man benutzt sie als menschliche Schutzschilde.”

Syrien steht zum erstenmal auf der “Schandliste”. Unter bisher rund 10 000 Opfern der Waffengänge in Syrien sind laut Opposition mehr als 1000 Kinder.

Die arbeitenden Kinder verpassen nicht nur oft die Schule und damit entscheidende Lebenschancen. Laut ILO leben etwa 100 Millionen Kinder von besonders gefährlichen Jobs wie Prostitution oder
Drogenschmuggel.

Am 12. Juni ist der 10. Welttag gegen Kinderarbeit.

mit dpa, AP, AFP, Reuters