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Abstimmung mit den Füßen: Run der Griechen auf Geldautomaten

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Abstimmung mit den Füßen: Run der Griechen auf Geldautomaten

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Wenige Tage vor der Schicksalswahl wächst bei den Griechen die Nervosität. Nach Angaben mehrerer Banken heben immer mehr Bürgerinnen und Bürger hohe Bargeldbeträge von ihren Konten ab.

Sollte – je nach Wahlergebnis – ein Euro-Austritt drohen, dürfte das den kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes zur Folge haben. Mit der schwachen Drachme als Währung Der Run auf den starken Euro – er hat insgeheim schon eingesetzt.

Die Einlagen privater Kunden bei den griechischen Banken gingen in den vergangenen Monaten deutlich nach unten. Lagen 2009 noch 190 Milliarden Euro auf der hohen Bank-Kante, so waren es im Mai nur noch 140 Milliarden.

Inzwischen verlassen nach Angaben der Kreditinstitute jeden Tag etwa 800 Millionen Euro die Geldautomaten und Tresore der griechischen Banken.

Im Einzehlhandel wird ein Anstieg des Absatzes von Lebensmitteln in Dosen festgestellt – Hamsterkäufe, mit denen die erste Zeit eines künftigen Währungschaos überstanden werden soll.