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Antonis Samaras, Parteichef der Konservativen

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Antonis Samaras, Parteichef der Konservativen

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Antonis Samaras gibt sich als Garant für Griechenlands Verbleib in der Eurozone und verspricht gleichzeitig, die Bedingungen dafür neu zu verhandeln. Der 60jährige Parteichef der konservativen Traditionspartei “Neue Demokratie” wollte schon immer Ministerpräsident werden.
Leider hat er nicht das Charisma, um Massen zu begeistern. Daran ändern auch seine Wahlversprechen nicht viel. Steuern will er senken.
Für Kapitalgesellschaften von 23 auf 15 %.
Mehrwertsteuer von 23 auf 19% und den höchsten Steuersatz für Einkommen will er von 45 auf 32% senken.Dazu kommt das Versprechen, bis Mitte 2013 150.000 Arbeitsplätze in der privaten Wirtschaft zu schaffen.
Samaras hatte all seine Hoffnungen auf die vorgezogenen Parlamentswahlen vom 6. Mai gesetzt. Da wurde seine “Neue Demokratie” zwar stärkste Partei – es reichte aber nicht für eine alleinige Regierungsbildung. Diese 18,8% bei dieser Wahl das schlechteste Ergebnis der Partei überhaupt.
Als die EU-Partner im November zuvor auf Garantien für ein zweites Hilfspaket von 130 Milliarden Euro gedrängt hatten, hörten sie von Samaras nur : “Ich sage immer wieder: Das unterschreibe ich nicht!”
Den jungen Mann schickte seine reiche Athener Familie zu Beginn der 70er Jahre zum Studieren in die USA. Am Amherst College und dann an der renomierten Harvard-Universität in Massachussets bekam er seine Ausbildung in Wirtschaft und Unternehmensführung. In jenen Jugendjahren teilte er zeitweilig ein Internatszimmer mit seiner späteren politischen Gegner von der PASOK, Jorgos Papandreou, mit dem er auch um die ersten Finanzhilfen für Griechenland stritt.
Im November 2011 sagte er: “Ministerpräsident Papandreou verhindert eine Lösung, weil er sich nicht entscheiden kann. Für den Fall, dass er zurücktritt, stehe ich bereit.”
Drei Monate später, im Februar war er dann doch als Junior-Partner der Regierung des parteilosen Übergangs-Ministerpräsidenten Lukas Papademos beigetreten. Sein Ziel, selber zu regieren, hat Antonis Samaras über alle Niederlagen hinweg nie aufgegeben.