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EU fordert mehr Menschenrechte in Kolumbien und Peru

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EU fordert mehr Menschenrechte in Kolumbien und Peru

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Das Europaparlament hat von Kolumbien und Peru mehr Schutz der Menschenrechte gefordert. Vor der Unterzeichnung eines geplanten Freihandelsabkommens mit den beiden Ländern verlangte das Parlament außerdem Verbesserungen im Arbeitsrecht und im Umweltschutz.

Perus Präsident Olanta Humala verteidigte das geplante Abkommen. Dabei erhielt er Unterstützung von Kolumbiens Oberstaatswalt Eduardo Montealegre Lynett: “In Kolumbien gibt es ein gemeinsames Programm von Regierung, Steuerbehörden und Justiz zum Schutz der Menschenrechte.”

Besonders die Lage in Kolumbien besorgt jedoch die Abgeordneten im Europaparlament. “Es gibt einige sehr ernste Probleme”, so Willy Meyer von der Linksfraktion. “Auf Gewerkschaftsführer werden Attentate verübt. Aktivisten werden verfolgt. Wer sich politisch für Menschenrechte einsetzt wird kriminalisiert. Wir können nicht mit einem Freihandelsabkommen eine Regierung unterstützen, die den Schutz der Menschenrechte nicht gewährleistet.”

In keinem Land der Welt werden mehr Gewerkschaftsmitglieder ermordet als in Kolumbien. In 90 Prozent der Mordfälle kommt es zu keiner Verurteilung. Das Europaparlament fordert die Überwachung der Menschenrechtssituation durch unabhängige Gruppen als Teil der Umsetzung des Freihandelsabkommens.