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Griechische Konservative wollen über Hilfen neu verhandeln

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Griechische Konservative wollen über Hilfen neu verhandeln

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Kurz vor der Wahl in Griechenland machen die Konservativen den Wählern Hoffnung auf Erleichterung. Europa ändere sich gerade, sagt ihr Chef Antonis Samaris, und das gebe Griechenland die Gelegenheit, mit den Geldgebern einiges neuzuverhandeln.

Damit spielt er zum einen an auf den Machtwechsel in Frankreich, zum anderen auf die Bedingungen, unter denen Spanien jetzt Hilfe in der Not bekommt – sehr vorteilhafte Bedingungen, wenn man sie mit den strengen Sparauflagen vergleicht, denen sich Griechenland im Gegenzug für die Hilfe unterziehen muss.

Wenn man dagegen aber die Hilfsabkommen ganz aufkündige, sagt Samaris auch, während Spanien nun ebenfalls Hilfe beantrage – dann werde man zu Europas schwarzem Schaf.

Genau das, alle Abmachungen aufkündigen und auf die Sparauflagen pfeifen, will nämlich der größte Konkurrent, Alexis Zipras mit seiner Linksradikalen Partei. Trotzdem will er aber auch, dass Griechenland den Euro behält.

Das neue griechische Parlament wird am Sonntag gewählt. In den Umfragen liegen Konservative und Linksradikale seit Wochen praktisch gleichauf. Beide Parteien und beide Lager – für und gegen die Hilfsabkommen – stehen sich aber unversöhnlich gegenüber.

Damit droht genauso ein Patt wie nach der letzten Wahl, die gerade erst einen guten Monat her ist – und das alles, während das Land immer noch weiter in die Krise abgleitet.