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Tunesien: Ausgangssperre nach Unruhen

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Tunesien: Ausgangssperre nach Unruhen

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Hunderte Islamisten haben sich in der tunesischen Hauptstadt Tunis heftige Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Die Regierung verhängte daraufhin eine nächtliche Ausgangssperre in Tunis und Umgebung sowie in vier weiteren Provinzen.

Auslöser der Krawalle war eine Kunstausstellung mit der nach Ansicht der Islamisten Muslime beleidigt wurden.

Bei den Ausschreitungen wurden nach offiziellen Angaben hunderte Menschen verletzt, unter ihnen mehr als sechzig Sicherheitskräfte. Ein Gerichtsgebäude wurde angezündet und mehrere Polizeistationen angegriffen. Die Regierung sprach von Terrorismus.

Die Ausstellung im Palast Abdellia wurde verwüstet, zahlreiche Kunstwerke zerstört. Die radikale Bewegung der Salafisten erklärte, sie habe nichts mit den Krawallen zu tun. Zugleich rief sie alle Tunesier dazu auf, am kommenden Freitag nach dem Gebet auf die Straße zu gehen, um gegen die Angriffe auf die Religion zu protestieren.