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Amnesty wirft Syrien Kriegsverbrechen vor

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Amnesty wirft Syrien Kriegsverbrechen vor

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Zwei Explosionen haben am Donnerstag die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Nach Angaben aus Oppositionskreisen wurden die Sprengsätze in der Nähe eines Waffenlagers sowie eines Gebäudes der Sicherheitsorgane gezündet. Das Gebiet im Südosten von Damaskus sei danach abgesperrt worden.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der syrischen Regierung Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vor. Die Regierungstruppen verfolgen eine Politik der erbarmungslosen Vergeltung.

“Wo immer ich hingekommen bin, konnte ich ein vergleichbares Muster feststellen. Soldaten rückten in großer Zahl ein, in kurzen, brutalen Aktionen töteten sie junge Männer, brannten Häuser nieder und folterten ihre Gefangenen”, erklärt Amnestys Senior Crisis Advisor Donatella Rovera.

Das syrische Staatsfernsehen zeigte Bilder aus Al-Haffa. Dies Stadt war nach mehrtägiger Belagerung und Beschuss von den Regierungstruppen gestern eingenommen worden, die Rebellen hatten in der Nacht Al Haffa verlassen.

UN-Beobachter, die heute die Stadt inspizieren konnten, berichten von verlassenen Straßen, geschlossenen Geschäften und niedergebrannten Regierungsgebäuden.