Eilmeldung

Eilmeldung

David Cameron sagt vor Untersuchungskommission aus

Sie lesen gerade:

David Cameron sagt vor Untersuchungskommission aus

Schriftgrösse Aa Aa

Ein unangenehmer Termin für David Cameron: Der britische Regierungschef muss vor der Leveson-Kommission aussagen, die sich nach einigen Abhörskandalen mit der ethischen Verantwortung der Medien befasst. Dabei geht es vor allem um seine engen Beziehungen zur Mediengruppe des Unternehmers Rupert Murdoch. Dessen Zeitung News of the World stand im Mittelpunkt dieser Skandale.

Die Zeitungen stünden heute mehr unter Druck: Sie seien mehr auf Wirkung aus, auf eigene Sichtweisen, sagt Cameron. Früher habe es keine Nachrichten rund um die Uhr gegeben, und man habe einfach berichtet, was am Tag zuvor geschehen war. Das habe sich geändert: Als Politiker müsse man da Abstand halten, sonst werde man darunter begraben.

Cameron muss sich wegen großer Nähe zu Murdochs Spitzenleuten rechtfertigen, bis hin zu privaten Einladungen. Den ehemaligen Chefredakteur Andy Coulson machte er sogar zum Partei- und dann Regierungssprecher: Da war Coulson bei News of the World schon wegen eines Abhörskandals zurückgetreten.

Außerdem geht es um das Milliardengeschäft, bei dem Murdoch den hochprofitablen Fernsehkonzern BSkyB zur Gänze übernehmen wollte. Die Regierung stand diesem Plan sehr wohlwollend gegenüber; inzwischen ist das Vorhaben aber geplatzt.