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Italien will nun auch mehr Wachstum

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Italien will nun auch mehr Wachstum

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Zwei Verbündete in der Krise: Europa darf nicht immer nur sparen, sagt Frankreichs neuer Präsident bei seinem Antrittsbesuch in Rom, man brauche auch Wachstum. Beim italienischen Regierungschef ist François Hollande damit ein gern gesehener Gast.

Mario Monti kommt mit seinen Einsparungen nur noch langsam voran: Im Parlament, das nächstes Jahr neu gewählt wird, mehrt sich der Unmut. Monti fordert inzwischen schon ausdrücklich mehr Unterstützung ein.

Gleichzeitig hat es auch Italien nun verstärkt mit misstrauischen Anlegern zu tun, die für seine Anleihen höhere Zinsen verlangen. Am Vormittag platzierte Italien drei Anleihen am Geldmarkt: Wie geplant nahm es damit 4,5 Milliarden Euro ein.

Allerdings steigen die Zinsen, die Italien den Anlegern zahlen muss: Für Anleihen bis 2015 liegen sie bei 5,3 Prozent. Letzten Monat waren es noch 3,91 Prozent. Anleger für Papiere bis 2019 und 2020 verlangen sogar mehr als sechs Prozent Zinsen.

Diesen Freitag will Italiens Regierung nun ein Wachstumspaket vorlegen. Es enthält unter anderem kleinere Steuererleichterungen für Firmen und Privatleute, wie zum Beispiel für Renovierungsarbeiten. Außerdem sollen Bauvorhaben an der Infrastruktur vorangetrieben werden.