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Spanische Renditen klettern auf Rekordniveau

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Spanische Renditen klettern auf Rekordniveau

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Kurz vor der Wahl in Griechenland wächst an den Kapitalmärkten die Nervosität. So stiegen die Zinsen auf spanische Anleihen auf ein Rekordniveau. Angesichts möglicherweise unkontrollierbarer Zustände in der Eurozone wachse die Furcht vor dem Risiko, hieß es bei Händlern.

Die Renditen für zehnjährige spanische Staatspapiere überschritten erstmals die Marke von sieben Prozent. Damit erreichten sie den höchsten Stand seit Einführung der Gemeinschaftswährung. Spaniens Kreditwürdigkeit liegt inzwischen nur noch knapp über Ramschniveau.

Die Märkte glaubten, Spanien erhalte Finanzhilfen, ganz egal, was passiere, meint Peter Dixon von der Commerzbank. Das führe zu einem Vertrauensverlust auf breiter Front und zu größerem Druck auf die EZB, aktiver zu werden und Anleihen auf dem Sekundärmarkt zu kaufen.

Die EZB wiederholte unterdessen ihre Mahnung an die Euro-Staaten, solide Haushaltspolitik sowie umfassende Reformen am Arbeitsmarkt sowie im Finanzsektor umzusetzen. Diese seien umso wichtiger, als daß die Risiken für eine Verschlechterung der Konjunktur gestiegen seien.