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EURO 2012 keine Geschäft für die Ukraine

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EURO 2012 keine Geschäft für die Ukraine

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Nach der ersten Woche der EM ist man in der Ukraine enttäuscht. Man hatte mehr Schlachtenbummler erwartet. Für einige ukrainische Hotels, die nur zu 25 % bis 30 % belegt sind, ist die EM sogar ein Verlustgeschäft. Manch Campingplatz ist halb leer. In Lytvynivka vor den Toren Kiews hat man sich auf 3000 Fans eingerichtet, gekommen sind 300.

“Einer der Hauptgründe ist wohl, dass es einfacher ist nach Warschau, nach Polen zu kommen. Es ist näher an Deutschland, Frankreich, Italien. Die Ukraine ist weiter weg, ist also schwerer zu erreichen”, findet ein schwedischer Fan.

“Einer der Gründe ist der Verkehr. Die ukrainische Bahn hat lange eine Hochgeschwindigkeitsverbindung versprochen, auf die viele gewartet haben. Erst eine Woche vor unsere Abfahrt hat man Preise mitgeteilt”, meint ein englischer Schlachtenbummler.

Die Geschäfte auf der Fanmeile in Lytvynivka laufen schlecht. Die Kosten sind höher als die Einnahmen.

“Die UEFA erwartet während des gesamten Turniers rund 800.000 Fans in der Ukraine. Der ukrainische Hotelverband nennt andere Zahlen. Aufgrund der Buchungszahlern gehen sie nur von 350.000 Besuchern aus. Die genauen Zahlen wird man aber erst nach dem Ende des Turniers kennen”, stellt die euronews-Reporterin fest.