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Morddrohungen und Entschuldigungen in den russischen Medien

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Morddrohungen und Entschuldigungen in den russischen Medien

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Verwirrung um die mutmaßliche Morddrohung eines Top-Ermittlers an einem russischen Enthüllungsjournalisten. Zum einen bezeichnete der Chef der russischen Ermittlungsbehörde die Vorwürfe als Lügen, zum anderen entschuldigte er sich aber später.

Der Journalist Sergej Sokolow hatte für ein Oppositionsmagazin gearbeitet, bevor er von dem Top-Ermittler eine Todesdrohung erhalten habe und im Ausland untertauchte.

Der Chefredakteur hatte daraufhin in seinem Magazin Nowaja Gaseta einen offenen Brief veröffentlicht und die Bedrohung publik gemacht. Dmitri Muratow sagte nach dem Treffen, der Chef der Ermittlungsbehörde habe nichts abgestritten. Er habe den Journalisten tatsächlich angerufen und sich entschuldigt. Sergej Sokolov habe wiederum entgegnet, beide Seiten seien sehr emotional gewesen, und dass er nun nach Russland zurückkehren könne.

Seit dem Fall der Sowjetunion wurden bereits Dutzende russische Journalisten getötet. Prominentestes Beispiel: Anna Politkowskaja, die wie Sokolow für die Nowaja Gaseta arbeitete.