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Erste Chinesin im Weltall - das Rollenklischee fliegt mit

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Erste Chinesin im Weltall - das Rollenklischee fliegt mit

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Die Volksrepublik China hat ihr viertes bemanntes Raumschiff ins All geschossen. “Bemannt” ist vielleicht nicht ganz korrekt, denn an Bord ist auch die 33-jährige Liu Yang, erste Chinesin im Weltall.

Als Kind wollte sie mal Busfahrerin werden oder Anwältin. Dann wurde sie Jagdfliegerin bei der chinesischen Luftwaffe.

Liu Yiang soll während des Fluges die Tauglichkeit des chinesischen Raumfahrtprogramms für Frauen testen. Die aktuelle Mission gilt als wichtige Etappe auf dem Weg zu einer größeren chinesischen Raumstation. Sie ist bis zum Jahr 2020 geplant.

Von Anfang an, so Liu Yang, habe man ihr bei der Raumfahrer-Ausbildung das Gefühl vermittelt, es gebe keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen im All.

Auf der Erde wurden ihr dann doch Fragen gestellt, die noch kein Kollege beantworten musste.

Ja, sie habe die Familie wegen ihres 16-Stunden-Trainingstags vernachlässigt, gestand die 33jährige, verheiratet, kinderlos.

Ja, sie fühle sich sehr schuldig deswegen.

Kinder? Werden diskutiert, als Projekt. Nach der Landung.

Hausfrau sei eine Variante des Glücks. Raumfahrerin eine andere.

Reuters, dpa