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Gespannte Stimmung in Ägypten zu Beginn der Stichwahl

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Gespannte Stimmung in Ägypten zu Beginn der Stichwahl

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So wird die Stichwahl um das ägyptische Präsidentenamt vorbereitet. Die Stimmung ist angespannt. Die Aktivisten des Vorjahres, die Langzeitherrscher Mubarak gestürzt hatten, sind unzufrieden mit dem übermächtigen Militärrat. Die Islamisten, für die Muslimbruder Mohammed Mursi antritt, taugen für jene, die auf Demokratie gehofft hatten, auch nicht als Alternative. Auch wenn Mursi zuletzt mit sanften Worten Frauen und Christen für sich zu gewinnen versuchte.

Mubaraks letzten Ministerpräsident Ahmed Schafik darf in dieser Stichwahl antreten. Das hat der oberste Gerichtshof kurz vor dem Urnangang entschieden – und gleichzeitig die vorangegangene Parlamentswahl für ungültig erklärt.

So brandeten zum Wahlkampfabschluß noch einmal Proteste auf. In Kairo ebenso wie hier in der Küstenstadt Alexandria. Beobachter rechnen damit, dass am Samstag die stärkste Fraktion jene der Wahlverweigerer werden könnte.