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Griechenland wählt: Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

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Griechenland wählt: Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet

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In Griechenland wird an diesem Sonntag gewählt. Umfragen erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen der konservativen Nea Dimokratia mit dem Bündnis der Radikalen Linken (Syriza). Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel forderte die Griechen auf, eine Partei zu wählen, die das Sparprogramm einhält, also nicht die Radikale Linke.

Bei den Wahlen am 6. Mai hatte der Parteichef der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, das Bündnis zur zweitstärksten Kraft im Land gemacht. Wenn es nach Tsipras geht, soll Griechenland zwar in der EU und im Euroland bleiben, aber einseitig erklären, dass es seine Schulden nicht bezahlen wird.

Am Sparprogramm festhalten will Antonis Samaras von der konservativen Partei, Nea Dimokratia (ND). Er hat dies den Gläubigern versprochen. Nach den schweren Verlusten bei der Parlamentswahl vom 6. Mai setzt er sich aber für eine Lockerung des Sparprogramms ein.

Die Partei “Goldene Morgenröte” (XA) fordert die Vertreibung aller Migranten aus Griechenland. Die Ultrarechten könnten laut Umfragen auf fast fünf Prozent kommen.

Der Ausgang der Wahlen gilt als ungewiss, die Nervosität an den Finanzmärkten ist auch angesichts der Probleme in Spanien und Italien extrem hoch.