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Obama lockert Immigration - "das stand jetzt einfach an"

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Obama lockert Immigration - "das stand jetzt einfach an"

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US-Präsident Barack Obama hat per Dekret die Einwanderungspolitik gelockert. Am Kongress vorbei verfügte er, dass illegale Immigranten, die als Kinder oder Jugendliche in die USA gekommen waren, ab sofort nicht mehr abgeschoben werden und arbeiten dürfen.

Im Wahlkampf setzen viele Republikaner diese Nachsicht mit einer Amnestie gleich.

Barack Obama vor der Presse:

“Damit das klar ist: Dies ist keine Amnestie. Dies ist ein vorübergehender Notbehelf, der uns erlaubt, unsere Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Gleichzeitig bedeutet er Erleichterung und Hoffnung für talentierte, dynamische, patriotische junge Menschen. Das stand jetzt einfach an.”

Soweit der Präsident Obama. Nach einem Zwischenruf der Wahlkämpfer Obama:

“Entschuldigen Sie, Sir. Jetzt ist nicht die Zeit für Fragen. Nicht, während ich spreche.”

Dazwischengefragt hatte der Reporter Neil Munro vom “Daily Caller”, einer konservativen Online-Publikation.

“Zu Ihrer Frage mein Herr, und das nächste Mal hätte ich lieber, dass Sie mich vorher ausreden lassen: Das ist der richtige Weg für das amerikanische Volk.”

Sprach’s und ging.

Zwischenrufer:

“Und was ist mit den amerikanischen Arbeitern ohne Job, während Sie Ausländer beschäftigen?”

Kein Kommentar.

Die neue Regelung dürfte rund 800 000 junge, bisher illegale Immigranten betreffen und spricht die wichtige Wählergruppe der Hispanics an.

Lily Romo, College-Studentin:

“Nur weil wir einen Sieg errungen haben, lassen wir uns jetzt nicht hängen. Es gibt noch so viele Dinge zu erledigen. Zum Beispiel das Ziel “Dream Act”. Und wir haben immer noch das Ziel “Einwanderungsreform.”

Der “Dream Act” wäre Obamas Einwanderungsregel in Gesetzesform. Der Vorschlag liegt seit 2001 in der Schublade.

mit Reuters, AP, dpa