Eilmeldung

Eilmeldung

UN-Beobachter in Syrien kapitulieren vor der Gewalt

Sie lesen gerade:

UN-Beobachter in Syrien kapitulieren vor der Gewalt

Schriftgrösse Aa Aa

Die rund 300 UN-Beobachter setzen ihre Mission in Syrien vorerst aus. Grund dafür sei die eskalierende Gewalt im Land, erklärte der Chef der Beobachtermission UNSMIS, der norwegische General Robert Mood.

Die Mission war im April vom Weltsicherheitsrat eingesetzt worden, um die Einstellung der bewaffneten Gewalt zu überwachen. Und um den Sechs-Punkte-Plan des Sondergesandten Kofi Annan umzusetzen.

Robert Mood, Chef von UNSMIS:

“Die UN-Beobachter werden bis auf Weiteres nicht mehr auf Patrouille gehen, sondern in ihren Einsatzorten bleiben. Der Kontakt mit den Konfliktparteien ist eingeschränkt. Diese Aussetzung wird täglich überprüft. Um es ganz klar zu sagen: UNSMIS ist und bleibt den Menschen in Syrien verpflichtet.”

Die Beobachter waren vor drei Tagen von einer aggressiven Menschenmenge daran gehindert worden, zur belagerten Stadt Al-Haffa im Westen Syriens vorzudringen.

Den Konflikt in Syrien könne man inzwischen als Bürgerkrieg bezeichnen, sagte Hervé Ladsous, UN-Untergeneralsekretär für Friedenssicherung.

Nach Oppositionsangaben starben allein am Donnerstag und Freitag mehr als 100 Menschen in diesem Bürgerkrieg.

mit Reuters, AFP