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Wahlkampfabschluß in Athen - und alles bleibt offen

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Wahlkampfabschluß in Athen - und alles bleibt offen

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Zum Wahlkampfabschluß gibt man sich siegessicher. Das gilt auch für den Parteichef der griechischen Konservativen Antonis Samaras. Am 6. Mai hatte seine “Neue Demokratie” die meisten Stimmen bekommen – indes, es reichte nicht zum Regieren. Er hätte dazu einen Koalitionspartner gebraucht.

Und genau das wollte und will der am 6. Mai Zweitplazierte um keinen Preis werden.
Der Führer der Bewegung der radikalen Linken, Alexis Tsipras, sah in der Schwäche der Traditionsparteien seine Chance und ertrotze Neuwahlen. Als Redner wesentlich charismatischer als der politische Gegner versprach er den Wählern den Verbleib in der Eurozone ohne harte Sparzwänge und Rückzahlung der Schulden Finanzexperte Joe Rundle erwartet keinen Zusammenbruch, falls die radikale Linke gewinnen sollte. Er erwartet, dass die versuchen werde, mit der EZB weniger harte Bedingungen auszuhandeln. Einfach so aus dem Euro raus könne sie nicht, schon weil die nächste Regierung sonst kein Geld haben wird für die Juligehälter der Staatsbediensteten.

21 Parteien treten zur Wahl an. Acht von ihnen wird die Chance eingeräumt, die Drei-Prozent-Hürde zu nehmen und ins Parlament einzuziehen. Ob aber eine Partei die absolute Mehrheit schafft, um allein regieren zu können – das ist fraglich.