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Griechen-Wahl: Jeder Dritte wechselt das Lager

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Griechen-Wahl: Jeder Dritte wechselt das Lager

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„Der Tag ist so bedeutend, ein ganz neuer Tag für uns alle,” sagte Michail Sifakis, “alle hacken auf uns herum. Aber daran wachsen wir nur.“ Sifakis ist kein politischer Analyst. Er ist der Torwart der griechischen Fußballnationalmannschaft, die bei der Europameisterschaft die übermächtigen Gegner aus Russland besiegte.

Mehr können die Profis aber auch nicht sagen über den Ausgang der Parlamentswahl: Nach letzten Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab zwischen der konservativen Nea Dimokratia (ND) mit Parteichef Antonis Samaras, und dem Bündnis der radikalen Linken (Syriza).

Samaras steht zum Hilfs- und Sparprogramm, das Alexis Tsipras, Senkrechtstarter der letzten Wahl vor sechs Wochen, ablehnt. Sollte sein Linksbündnis Syriza gewinnen, muss es als erstes über Einsparungen in Höhe von knapp 11,5 Milliarden Euro entscheiden – sonst versiegt der Geldhahn der internationalen Kreditgeber.

Die Sozialisten des ehemaligen Finanzministers Evangelos Venizelos sind seit dem letzten Votum marginalisiert: Drei von vier Wählern wandten sich ab.

Spannend: 40 Prozent der Griechen haben auch diesmal angekündigt, ihr Kreuz woanders zu machen.

mit ANSA, Reuters, dpa