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Mühsame Atom-Gespräche in Moskau

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Mühsame Atom-Gespräche in Moskau

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Der Iran und seine internationalen Verhandlungspartner haben bei neuen Atom-Gesprächen in Moskau bisher keine gemeinsame Basis gefunden. Laut der iranischen Delegation herrscht schlechte Stimmung.

Die Europäische Union forderte erneut, dass Teheran die umstrittene Urananreicherung auf 20 Prozent einstellen müsse.

Michael Mann, der Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton, erklärte: “Wir hoffen, dass die Iraner ernsthaft auf die Vorschläge eingehen, die wir ihnen in Bagdad unterbreitet haben.”

Die Gespräche in Moskau gelten als letzte Chance für eine diplomatische Lösung. Kommt keine Einigung zustande, tritt voraussichtlich am 1. Juli das Ölembargo der Europäischen Union gegen den Iran in Kraft.

Alexander Shashkov, unser Korrespondent, sagte:
“Der Gipfel in Moskau ist Diplomaten zufolge entscheidend. Wenn die Verhandlungen scheitern, wollen die USA keine weiteren Gespräche über das iranische Atomprogramm führen. Neue scharfe Sanktionen wären dann unumgänglich und ein Militärschlag wäre ziemlich wahrscheinlich.”