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Wahl in Griechenland: Europa ist erleichtert

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Wahl in Griechenland: Europa ist erleichtert

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Nach dem Sieg der konservativen Nea Dimokratia bei den Parlamentswahlen in Griechenland atmet Europa auf.

Experten zufolge könnte die neue Regierung in Athen nach ihrer Bildung Kompromisse bei dem Sparprogramm aushandeln.

EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso würdigte den Mut und die Ausdauer der Griechen: “Wir stehen den Griechen bei. Für uns ist Griechenland ein Mitglied der Eurozone und der europäischen Familie und wir sind bereit mit den Griechen zu arbeiten und sie zu unterstützen, damit es wieder Wachstum und Jobs in dem Land gibt.”

Das krisengebeutelte Italien begrüßte den Wahlausgang in Griechenland. Dem italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zufolge könne man nun der Zukunft Europas gelassen entgegensehen.
Er sagte weiter: “Wir hoffen, dass so schnell wie möglich eine starke Regierung gebildet wird, die die Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union einhalten wird. All die verschiedenen
Standpunkte in Europa nähern sich einander an und das ist eine erfreuliche Entwicklung.”

Auch der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy sprach von einer guten Nachricht für Griechenland und die Europäische Union. Er fügte hinzu, das Euro-Projekt müsse weiter vorangetrieben werden. “Ich bin davon überzeugt, dass der Euro durch diese Wahl gestärkt wird. Griechenland wird bald die Auswirkungen dieser Entscheidung zu spüren bekommen,” so Rajoy.

In den kommenden Wochen soll die sogenannte Troika aus Vertretern der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds nach Griechenland reisen, um zu sehen, wie weit die verordneten Reformen gediehen sind.