Eilmeldung

Eilmeldung

5+1-Gespräche: "Es liegt noch ein langer Weg vor uns"

Sie lesen gerade:

5+1-Gespräche: "Es liegt noch ein langer Weg vor uns"

Schriftgrösse Aa Aa

Geschichte wurde nicht geschrieben bei den 5+1-Gesprächen in Moskau. Zwei Tage wurde über das iranische Atomprogramm verhandelt, doch einen Durchbruch können die Teilnehmer nicht vermelden. Der Streit bleibt bestehen, die Positionen liegen weiter deutlich auseinander. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton sprach von “bedeutenden Lücken”, ganz schwarzmalen wollte sie aber nicht.
“Irans Chefunterhändler Dschalili und ich haben darüber gesprochen, dass niemand in diesem Raum einfach nur reden will, um zu reden. Tatsache ist, dass der Iran das Thema zum ersten Mal angesprochen hat. Aber es liegt noch ein sehr sehr langer Weg vor uns.”

Schon zu Beginn der Verhandlungen hatte der Iran klargemacht, er werde die Gespräche scheitern lassen, falls das Recht des Iran auf ein ziviles Atomprogramm nicht anerkannt werde.

Teherans Chefunterhändler Said Dschalili: “Bei unserem Gespräch konnten wir auf konkrete Weise und auf Grundlage von Argumenten und juristischen Beweisen feststellen, dass die Art und Weise, wie mit dem Iran umgegangen wurde, ungerecht und illegal war.”

Im Raume steht jetzt die Möglichkeit, dass künftig Arbeitsgruppen prüfen, ob eine Annäherung zwischen den Konfliktparteien überhaupt möglich sein kann – oder nicht. Die nächsten Gespräche sind für den 3. Juli in Istanbul angesetzt.