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Schwellenländer helfen Europa

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Schwellenländer helfen Europa

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) soll zur Abwehr globaler Krisen mehr Geld erhalten als bisher erwartet. Nachdem beim G20 Gipfel in Los Cabos zwölf weitere Länder Zusagen machten, sollen die Mittel des IWF um insgesamt 456 Milliarden US-Dollar aufgestockt werden. 40 % des des Geldes kommt aus Euro-Zone. Deutschland steuert über die Bundesbank mehr als 40 Milliarden Euro bei.

Der Gastgeber, der mexikanische Staatspräsident Felipe Calderón, versteckte die Kritik an den Europäern in ermunternde Worte: “Uns eint die Solidarität und die entschiedene Unterstützung für unsere Brüder und Freunde, die Völker und Regierungen Europas. Wir vertrauen Euch und wir wissen von Euren großen Anstrengungen. Und wir wissen, dass aufgrund dieser Anstrengungen und auch aufgrund unserer Beratungen hier ein neues Europa entstehen wird, das stärker, integrierter, geeinter und verantwortungsbewusster sein wird”, erklärte Calderón.

Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika warnten vor den Gefahren, die von der europäischen Schuldenkrise ausgehen und forderten mehr Einflussmöglichkeiten und Mitspracherecht beim Kampf gegen die Krise.

Die Schwellenländer Lateinamerikas und Asien haben in den vergangenen Jahrzehnten ähnliche Schuldenkriesen durchlebt. Ihnen legte der von den USA und Europa kontrollierte Internationale Währungsfonds seinerzeit harte Spar- und Restrukturierungsprogramme auf.