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Tom Fruins Wasserturm in Brooklyn

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Tom Fruins Wasserturm in Brooklyn

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Typisch für das Stadtbild Brooklyns sind die Wasserspeicher auf den Dächern seiner Gebäude. Der Künstler Tom Fruin hat dieses Erkennungsmerkmal neu interpretiert – mit bunten Plexigalsfenstern.

Entstanden ist eine Skulptur mit dem simplen, wie einleuchtenden Titel “Watertower”. Sie steht im angesagten Dumbo-Viertel nahe der Brooklyn Bridge und bildet den vierten Teil von Fruins Skulpturenserie “Icon”.

Der Plexiglasturm entstand im Zuge eines Nachbarschaftsprojekts. Aus Abfällen des Viertels flickt Tom Fruin eine Kollage zusammen, die dem Viertel nach ihrer Fertigstellung als eine Art identitätsstifendes Banner dienen soll.

“Es erschien mir wie eine omnipräsente Struktur”, erklärt der Künstler seine Faszination für die Wassertürme. “Sie ist bescheiden, still auf den Dächern all dieser Gebäude sitzend. Das wollte ich herausstellen, denn das ist doch sehr hübsch. Das sind doch sehr interessante Strukturen. Diese Strukturen erschienen mir fast schon symbolisch.”

Die Stahl- und Plexiglasskulptur hat der Künstler buchstäblch aus altem Eisen, aus abgelegten, weggeworfenen Materialien geschmiedet. Vor allem für die Plexiglasstücke hat der Fruin Stunden und Tage die Stadt durchwandert.

“In New York ist so viel Ausschweifung, wissen Sie. Das hat mir die Farben für meine Skultpur schon vorgegeben und ich musste nicht zu viele Entscheidungen treffen”, so Tom Fruin. “Wenn wir nehmen, was wir bekommen, dann reflektiert das unser Umfeld. Meine Palette ist absolut spezifisch für New York. Es sind alles Teile der Stadt, kleine Überbleibsel.”

In der Nacht wird “Watertower” von sechs Lampen zu je 300 Watt beleuchtet. So ist die Skulptur auch von der Brooklyn Bridge, der Manhatten Bridge und von Lower Manhatten aus zu sehen. Wer diesen besonderen Wasserturm aus der Nähe betrachten möchte, muss innerhalb des kommenden Jahres nach Brooklyn reisen. Danach wird “Watertower” wieder verschwunden sein.