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Unzufriedene Ägypter gehen wieder auf die Straße

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Unzufriedene Ägypter gehen wieder auf die Straße

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Der Tahrirplatz in Kairo ist wieder Schauplatz einer Kundgebung: Viele Ägypter sind unzufrieden damit, wohin die Umwälzungen geführt haben, die letztes Jahr von diesem Platz im Zentrum der Hauptstadt ausgegangen sind.

So ist das gerade erst gewählte Parlament nach einem Urteil des Obersten Gerichts schon wieder aufgelöst. Das Gericht stammt freilich noch aus der Zeit des gestürzten Langzeitmachthabers Hosni Mubarak.

Der Militärrat, der Ägypten seitdem faktisch regiert, hat die Aufgaben des Parlaments jetzt an sich gezogen. Auch auf die kommende neue Verfassung
haben sich die Generäle reichlich Einfluss gesichert.

Und: Sie haben die Macht des künftigen Staatspräsidenten beschnitten – zu ihren eigenen Gunsten. Wer dieser Staatspräsident wird, ist dabei immer noch unklar. Beide Seiten beharren darauf, dass ihr Mann die Wahl gewonnen hat.

Zum einen ist da Achmed Schafik, ein Weggefährte Mubaraks als General, Minister und Regierungschef. Für viele ist Schafik daher ein Kandidat des alten Regimes. Sein Gegner in der Stichwahl am Sonntag war Mohammed Mursi, der Kandidat der religiösen Moslembruderschaft. Das offizielle Wahlergebnis soll es am Donnerstag geben.