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Die G20 und der kleinste gemeinsame Nenner

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Die G20 und der kleinste gemeinsame Nenner

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Nach anfänglicher Schelte, gab es auf dem G20-Gipfel in Mexiko am Ende für die Europäer aufmunternde Worte.

US-Präsident Obama zeigte sich genauso überzeugt, dass die Eurozone ihre Probleme in den Griff bekommen wird, wie Vertreter der Schwellenländer. Worauf sich diese Hoffnung begründet hingegen, wurde nicht so recht klar. Entwickelte man doch auch kaum Ideen zur Krisenbekämpfung, eher zeigten sich, dass die Beteiligten angesichts der sich fortsetzenden Krise mit ihrem Latein inzwischen am Ende sind.

Alle Hoffnung ruht nun auf Deutschland und Frankreich, die sich auf das Projekt Finanztransaktionssteuer geeinigt haben. Der französische Präsident Francois Hollande:
“Dank der verstärkten Zusammenarbeit mit gewissen Ländern bin ich hoffnungsvoll gestimmt, dass wir die Finanztransaktionssteuer schnell über die Bühne bringen werden. Wenn ich sage schnell, dann heißt das noch bis 2013.”

US-Präsident Barack Obama und Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao bleiben hingegen über das weitere Vorgehen im Syrienkonflikt uneins.

Bei einem Treffen im Anschluss an den Gipfel sagte Obama, China stehe wie Russland “nicht in einer Linie” mit den USA und der internationalen Gemeinschaft, beide sähen aber die Gefahr eines umfassenden Bürgerkrieges.

Zu Beginn des Treffens mit Hu Jintao hatte Obama noch die Hoffnung geäußert, eine Lösung finden zu können, “die das Blutvergießen beenden und zu einer rechtmäßigen Regierung führen kann, die wir uns alle erhoffen”.

Positiv äußerte sich Obama gleichwohl über das “neue Modell einer konstruktiven Beziehung” zwischen den USA und China, das er mit Hu Jintao aufgebaut habe. In der Handels- und Wirtschaftskooperation gebe es “bedeutende Fortschritte”, so Obama.