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G-20 mit Schwerpunkt Europas Krise


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G-20 mit Schwerpunkt Europas Krise

Der G-20-Gipfel unter mexikanischer Sonne war eindeutig dominiert von den europäischen Sorgen.
Zu groß ist die Furcht überall in der Welt, dass die europäische Finanzkrise ansteckend wirken könnte.
Folglich bekamen die führenden Politiker der Europäischen Union von ihren Kollegen wieder und wieder zu hören, wie dringend man Lösungen erwartet. US-Präsident Barack Obama bemühte, ermutigend zu klingen, als er sagte: “Unsere Freunde in Europa habe den Ernst der Lage klar erfasst und bewegen sich mit verstärkter Sensibilität für die Dringlichkeit. Ich begrüße ihre wichtigen Schritte zur Ankurbelung von Wachstum, zur Finanzstabilität und zur Haushaltsdisziplin.
Es gibt keinen ´Königsweg´, auf dem man in den nächsten zwei Wochen oder zwei Monaten alle Probleme zugleich lösen kann. Aber jeder Schritt zeigt, dass sich Europa mehr in Richtung Integration bewegt als in Richtung Auseinanderbrechen.”

Europa ist schließlich Amerikas wichtigster Wirtschaftspartner. Und dass Krankheitssymptome im Wirtschafts- und Finanzbereich sich sehr schnell über Ländergrenzen und Ozeane hinweg ausbreiten, weiß man spätestens seit der Finanzkrise von 2008 und seit der Immobilienkrise in den USA.

Der Novize in dieser Runde, der neue französische Präsident Francois Hollande, hielt sich denn auch nicht lange mit Höflichkeiten auf.
Seine klare Ansage lautete: “Wir Europäer gehen mit drei gemeinsame Willenbekundungen zum EU-Gipfel Ende des Monats: Zu Wachstum, Finanzstabilität und zur Haushaltsdisziplin.

Bleibt nur noch die schwerste Arbeit:
Aus all den guten Absichtsbekundungen müssen klare umsetzbare Beschlüsse gemacht werden.
Und zwar solche, die die deutsche Bundeskanzlerin mittragen kann. “Ich habe von meiner Seite aus noch einmal deutlich gemacht, dass wir mehr Europa brauchen, eine Vertiefung unserer Zusammenarbeit. Die Märkte erwarten, dass wir zusammenrückten.”

In Sachen Europa ruht nun alle Hoffnung auf Deutschland und Frankreich, die sich auf das Projekt Finanztransaktionssteuer geeinigt haben, die womöglich schon 2013 kommen soll.

Bei den restlichen Weltproblemen geht es auch nicht leichter voran. Bei einem Treffen im Anschluss an den Gipfel sagte US-Präsident Obama, beim Syrienkonflikt ständen China und Russland “nicht in einer Linie” mit den USA und der internationalen Gemeinschaft, beide sähen aber die Gefahr eines umfassenden Bürgerkrieges.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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