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Griechen vertrauen der neuen Regierung nicht

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Griechen vertrauen der neuen Regierung nicht

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Ob der neue Ministerpräsident und seine Koalition das schwer verschuldete Land aus dem Geflecht von verschleppten Sparauflagen, Rezession und Mißwirtschaft befreien können, werden erst die kommenden Monate zeigen. Weite Teile der Bevölkerung haben wenig Vertrauen: “Er gehört einer der beiden Parteien an, die das Land mit ihren Regierungen zerstört haben”, meint ein junger Mann über Samaras. “Niemand vertraut ihm. Die meisten Griechen denken das. Wie kommt es, dass diese Partei erneut regiert?” Ein anderer ist nicht ganz ohne Hoffnung: “Sie werden einiges besser machen, doch aus dem Chaos können sie uns nicht befreien. Das ist schwierig und liegt nicht in unserer Macht, darüber bestimmen die reichen Länder.” Und eine junge Frau klagt: “Wir haben die Schule beendet, das Unterrichtssystem war nicht das beste. Wir wollen zur Uni, doch eine Zukunft haben wir nicht.” Trotz der allgemeinen Sorge, scheint die Zeit der Panik vorbei zu sein. Die Griechen, hieß es aus Finanzkreisen, holen ihr Geld nicht mehr aus den Banken. In den vergangenen Wochen waren nach Schätzungen mehr als zehn Milliarden Euro abgehoben worden.