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"Mubarak ist nicht klinisch tot"

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"Mubarak ist nicht klinisch tot"

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Wie krank ist Ägyptens ehemaliger Staatschef Husni Mubarak wirklich?

Ist er klinisch tot, wie Staatsmedien in der Nacht berichteten? Herzanfall? Hirnschlag? “Er ist nicht klinisch tot, wie berichtet wurde”, sagte General Mamduh Schahin, Mitglied des herrschenden Militärrates.

In der Zeit des unsicheren Machtübergangs – kein offizielles Ergebnis der Präsidentenwahl vom vergangenen Wochenende, beide Kandidaten sagen: ‘Ich habe gewonnen’ – schwirrt das Land vor Gerüchten.

Eines davon: Mubaraks Familie habe erreichen wollen, dass er vom Gefängnis ins Militärkrankenhaus verlegt wird. Was in der Nacht tatsächlich geschah.

Vor allem ehemalige politische Gefangene hatten verbittert jede “Sonderbehandlung” abgelehnt.

Einige Mubarak-Unterstützer haben sich vor dem Krankenhaus versammelt.

Mubarak-Anhänger Zaki Mohamed:

“Möge Allah seiner Seele gnädig sein, wenn er gestorben ist. Er hat viel Gutes getan für das Land, und wir werden das nicht vergessen.”

Der 84-Jährige war wegen seiner Mitschuld am Tod von Demonstranten während der Massenproteste im vergangenen Jahr zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Für viele gibt es wichtigere Fragen:

“Mubarak ist nicht mehr in unseren Herzen. Er bedeutet uns nichts mehr. Wir müssen uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren und auf die Zukunft. Was vorbei ist, ist vorbei. So wahr ihm Gott helfe.”

Im Moment hat Ägypten keinen Präsidenten, ein gerichtlich aufgelöstes Parlament und keine neue Verfassung. Die einzige Konstante: der herrschende Militärrat – der eigentlich mit der Präsidentenwahl seine Macht abgeben wollte.

mit Reuters, EFE, dpa, AP