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Massenproteste gegen Rajoys Sparkurs

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Massenproteste gegen Rajoys Sparkurs

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Zehntausende Menschen haben in ganz Spanien gegen das Sparprogramm der Regierung protestiert. In gut 60 Städten gingen die Menschen auf die Straßen. Zu den Demonstrationen hatten die Gewerkschaften UGT und CCOO aufgerufen. Besonders Lehrer und Mitarbeiter von Justizbehörden und des Gesundheitswesens beteiligten sich.

UGT-Chef Cándido Méndez und seine Mitstreiter halten die Sparmaßnahmen der konservativen Regierung von Mariano Rajoy für kontraproduktiv. Die Gewerkschafter forderten einen, wie sie sagten, gerechteren Ausweg aus der Krise, sie kündigten einen “heißen Herbst” an und sie solidarisierten sich überdies klar mit den streikenden Bergleuten in Asturien. Um das öffentliche Defizit zu senken, hat die spanische Regierung einen harten Sparkurs eingeschlagen. Im Gesundheits- und Bildungsbereich etwa sollen pro Jahr zehn Milliarden Euro eingespart werden.

Die Proteste fanden einen Tag vor dem Treffen der Euro-Finanzminister in Luxemburg statt, die über Finanzhilfen für Spanien beraten wollen. Das Land könnte zur Stabilisierung der Banken 100 Milliarden Euro bekommen. Der genaue Betrag steht aber ebensowenig fest wie die exakten Bedingungen, unter denen das Geld fließen kann.