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Anklage hält Oslo-Killer für unzurechnungsfähig

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Anklage hält Oslo-Killer für unzurechnungsfähig

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Die Staatsanwaltschaft in Oslo hält den geständigen norwegischen Massenmörder Anders Breivik für nicht zurechnungsfähig. In ihrem Schlussplädoyer forderte die Anklage nun, den 33jährigen auf Dauer in eine geschlossene Psychiatrie zwangseinzuweisen. Ankläger Svein Holden sagte, Zweifel am psychischen Zustand müssten dem Angeklagten zugute kommen. Zuvor hatte Staatsanwältin Inga Bejer Engh vor dem Gericht in Oslo die politischen Aussagen des reuelosen Killers bereits als Phantasiegebilde eingestuft. Der Islamhasser hatte unter anderem verbreitet, er gehöre einem Orden der Tempelritter an. Das, so die Staatsanwaltschaft, sei frei erfunden. In Wirklichkeit sei der Neonazi “von Gewalt- und Mordphantasien” getrieben gewesen. Bejer Engh sagte, im Mittelpunkt des zehnwöchigen Verfahrens hätten die Überlebenden und Hinterbliebenen des Massakers gestanden. Das Urteil gegen die “Bestie von Oslo” soll am 20. Juli oder am 24. August verkündet werden.