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Jordanien gewährt syrischem Kampfpiloten Asyl

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Jordanien gewährt syrischem Kampfpiloten Asyl

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Jordanien hat einem heute desertierten syrischen Kampfpiloten politisches Asyl gewährt. Das sagte der jordanische Informationsminister Samih al-Maajta. Zuvor hatte er bestätigt, dass der Luftwaffen-Oberst am Vormittag nach Jordanien geflüchtet war.

Laut der staatlich syrischen Nachrichtenagentur war der Pilot an der Grenze auf einem Übungsflug unterwegs, als er vom Radar verschwand. Er steuerte seine MiG-21 zu einem nordjordanischen Militärflugplatz in der Stadt Mafrak. Nach seiner Ankunft dort beantragte er sofort politisches Asyl.

Im syrischen Staatsfernsehen wurde der Pilot als Verräter bezeichnet. Man werde versuchen, zumindest das Flugzeug wiederzubekommen.

Unterdessen gehen die Kämpfe in Syrien weiter. Weil eine gestern angeblich zwischen Regierungstruppen und Rebellen vereinbarte Waffenruhe nicht anhält, kann das Rote Kreuz eigenen Angaben nach nicht wie vorgesehen Verletzte aus Homs in Sicherheit bringen. Laut den Helfern sind Hunderte Zivilisten dort von jeglicher Hilfe abgeschnitten.