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Nicht weiß, nicht schwarz: wie Honig

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Nicht weiß, nicht schwarz: wie Honig

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Auslandsadoption. Vielen Kindern aus ärmeren Regionen der Welt bietet die Annahme durch Eltern aus wohlhabenden Ländern eine Chance auf eine bessere Zukunft.

“Couleur de peau: Miel”, “Hautfarbe: Honig” ist ein teilanimierter Dokumentarfilm über die Identitätssuche eines als Kind nach Belgien adoptierten Koreaners. Regie führte der Franzose Laurent Boileau. Mehr als 200.000 koreanische Kinder teilten nach Ende des Koreakriegs das Schicksal des Protagonisten Jung. Heute arbeitet er als Illustrator. Ein Filmteam hat ihn auf der Reise in sein Geburtsland Südkorea begleitet.

“Der Film ist aus Sicht des Erwachsenen erzählt, der ich jetzt bin”, sagt Jung. “Es geht dabei um das Kind, dann um den Jugendlichen, der ich war und der seinen Weg und seine verschiedenen Identitäten erst zu akzeptieren lernen musste. Es ist ein Film über den Weg zu sich selbst.”

Der 44-jährige Zeichner von Comicbüchern kehrt für den Film an den Ort zurück, an dem seinen Eltern ihn im Alter von fünf Jahren zurückließen. Das war 1070. Ein Polizist übergab ihn an eine amerikanische Hilfsorganisation.

Der Film “Hautfarbe: Honig” stützt sich auf ein von Jung veröffentliches Comicbuch. Die Illustrationen ergänzen das während Jungs Reise nach Südkorea enstandene Material und Sequenzen aus dem Archiv von Jungs Adoptivfamlie.

“Couleur de peau: Miel” wurde beim Filmfestival im französischen Annecy mit Publikumspreis und dem UNICEF-Preis ausgezeichnet.