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Streikende Lkw-Fahrer bremsen Argentiniens Treibstoffversorgung

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Streikende Lkw-Fahrer bremsen Argentiniens Treibstoffversorgung

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Mit Militärpolizei hat die argentinische Regierung eine von streikenden Lastwagenfahrern blockierte Raffinerie bei Buenos Aires wieder unter ihre Kontrolle gebracht und mehrere Tanklaster auf den Weg geschickt. Seit Mittwoch streiken landesweit die Tanklasterfahrer und drohen, die Treibstoffversorgung lahmzulegen. Der Ausstand soll drei Tage dauern.

Gegen zwei Gewerkschaftsbosse, Vater und Sohn und einst Freunde von Präsidentin Fernández, will die Regierung rechtliche Schritte einleiten. Der Sohn, Pablo Moyano, nimmt es gelassen: “Die Regierung wird ein bisschen nervös. Wir verlangen nur, dass sie auf die Forderungen der Arbeiter hören – nicht nur 30 Prozent mehr Geld, sondern all das, was wir seit über einem Jahr predigen.”

Neben der 30-prozentigen Lohnerhöhung fordern die Streikenden auch Steuererleichterlungen. Die Inflation in Argentinien liegt bei rund 25 Prozent. Die Gewerkschafter drohen, den Streik noch auszuweiten. Der Lasterverkehr ist nicht nur für Argentiniens Treibstoffversorgung, sondern auch für den Transport der Exportgüter zu den Häfen wichtig. Die Präsidentin brach wegen des Ausstands ihren Besuch beim Umweltgipfel in Rio ab und kehrte umgehend in die Heimat zurück.