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Breivik droht mit neuem Terror und will Freispruch

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Breivik droht mit neuem Terror und will Freispruch

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Der Massenmörder Anders Behring Breivik hat sich ein letztes Mal im Gericht zu Wort gemeldet. Seine Anschläge, bei denen er 77 Menschen tötete, seien barbarisch aber gerechtfertigt gewesen. Er habe für sein Volk, seine Religion und sein Land gehandelt.

Breivik berief sich auf ein Notwehrrecht: Er habe eine “islamische Machtübernahme” in Norwegen und ganz Europa verhindern wollen.

Bei einem Schuldspruch will der 33-Jährige als zurechnungsfähig eingestuft werden. Sein Anwalt,
Geir Lippestad, erklärte: “Die Staatsanwaltschaft hat gefordert, Breivik in eine geschlossene Psychatrie einzuweisen. Dies sollte nicht akzeptiert und Breivik sollte nachsichtig behandelt werden.”

Breivik kündigte in seiner Schlusserklärung an, dass Gleichgesinnte in Europa neue Anschläge vorbereiteten. Dabei könnten bis zu 40.000 Menschen sterben.

Ein Überlebender des Massakers von Utoya sagte:
“Diese politischen Strömungen gibt es, unabhängig davon, ob Breivik zurechnungsfähig ist oder nicht. Es gibt andere Rechtsextreme. Sie werden vielleicht nicht auf so drastische Aktionen wie er zurückgreifen, aber die Ideologie existiert und man sollte darüber diskutieren, ob das gesund ist oder nicht.” Eine Passantin meinte unterdessen: “Es ist gut, dass es bald vorbei ist. Es hat viel Kraft gekostet und es ist gut, dass es jetzt zu Ende geht.”

Vor Breiviks Schlussrede verließen viele
Überlebende und Angehörige der Opfer den Gerichtssaal.

Das Urteil soll am 24. August verkündet werden.