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UN-Umweltgipfel in Rio enttäuscht

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UN-Umweltgipfel in Rio enttäuscht

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Der UN-Gipfel in Rio hat nach Ansicht von Umweltorganisationen wenig gebracht. Das Treffen sei gescheitert, auch Politiker schließen sich der Kritik an und klagen über mangelnde Führung.

Rund 400 Indianer und Aktivisten aus mehreren Ländern versammelten sich vor dem Veranstaltungsort. Sie forderten mehr Land und mehr Rechte. Ein Sprecher erklärte, man müsse aufhören die natürlichen Ressourcen wie Waren zu behandeln.

Allein UN-Generalsekretär Ban Ki Moon lobte die Ergebnisse des Gipfels und sprach von Fortschritten:
“Das Abschlussdokument ist sehr konkret und ehrgeizig, es ist eine gute Basis, auf der eine nachhaltige Zukunft aufgebaut werden kann.”

Umweltverbände klagen hingegen, die Deklaration enthalte keine Ziele, keine verbindlichen Fristen und keine Visionen. Die Staaten gäben Milliarden-Subventionen für fossile Brennstoffe aus, doch für nachhaltige Entwicklung sei kein Geld da.

Greenpeace-Aktivisten haben in Rio einen riesigen Eisbären steigen lassen, um gegen Überfischung und geplante Ölbohrungen in der Arktis zu protestieren. Greenpeace zufolge ist das sehr gefährlich, denn ein Ölunfall wäre in dieser empfindlichen Region kaum beherrschbar.