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Empörung über Amtsenthebung des paraguayischen Präsidenten

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Empörung über Amtsenthebung des paraguayischen Präsidenten

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Mehrere südamerikanische Länder werten die Amtsenthebung des paraguayischen Präsidenten Fernando Lugo als Putsch. Argentinien rief seinen Botschafter zurück. Auch Venezuela, Bolivien, Ecuador, Brasilien, Kuba, Nicaragua und Mexiko stehen dem neuen Mann an der Spitze Paraguays kritisch gegenüber. Es ist Vizepräsident Federico Franco, der das Amt bis zu den Wahlen im April 2013 überhnahm.

Franco zeigte sich unbeeindruckt von den Reaktionen der anderen südamerikanischen Länder:

“Zu gegebener Zeit werden wir uns mit den Nachbarn unterhalten. Ich bin sicher, bis dahin haben sie verstanden, was in Paraguay passiert ist.”

Lugo war im Eilverfahren vom von der Opposition dominierten Kongress abgesetzt worden, und zwar weil er für den Tod von 17 Menschen bei Zusammenstößen zwischen Landbesetzern und der Polizei politisch verantwortlich gemacht wurde.

Der linksgerichtete Lugo akzeptierte seine Amtsenthebung und rief die Bevölkerung auf, friedlich zu bleiben. Er nannte die Entscheidung des Kongresses aber einen Schlag gegen die Demokratie.