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Berichte: Athen stellt trotz Sparprogramm 70.000 neue Beamte ein

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Berichte: Athen stellt trotz Sparprogramm 70.000 neue Beamte ein

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Griechenland hat mit einer großzügigen Anstellungspolitik im Öffentlichen Dienst möglicherweise gegen die Kreditauflagen verstoßen.
Das geht aus Athener Medienberichten hervor.
Demnach wurden in den vergangenen zwei Jahren rund 70.000 zusätzliche Mitarbeiter in der staatlichen Verwaltung eingestellt.

Die meisten wurden in Kommunalämtern, bei der Polizei und im Gesundheits- und Kulturwesen beschäftigt. Dies laufe den Bemühungen um einen Abbau der Bürokratie zuwider.

Insgesamt zählten die öffentlichen Verwaltungen Griechenlands Ende vorigen Jahres knapp 670.000 Beschäftigte. Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei 1,1 Millionen.

Unterdessen wiederholt die neue griechische Regierung ihre Forderung nach einer Neuverhandlung der Kreditbedingungen mit der Troika. Ein Minister begründete dies mit der kritischen Lage, in der sich das Land befinde.

Athen pocht auf Erleichterungen sowie mehr Zeit bei der Umsetzung der Spar- und Reformauflagen als Gegenleistung für die 130 Milliarden
Euro der internationalen Geldgeber.

Eine zeitliche Streckung des Reformprogramms würde nach Darstellung von Experten zu weiteren
Milliardenhilfen führen.