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Muslimbruder Mursi vor schweren Aufgaben

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Muslimbruder Mursi vor schweren Aufgaben

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Nach seiner Wahl zum ägyptischen Präsidenten steht der Moslembruder Mohammed Mursi vor einer schwierigen Lage. Als sich sein Sieg abzeichnete, beschnitt das Militär die Befugnisse des Präsidenten, das Parlament, in dem Abgeordnete der Muslimbrüderschaft die Mehrheit haben wurde aufgelöst. In einer erster Erklärung gab sich Mursi konziliant: “Ich werde der Präsident aller Ägypter sein, der Ägypter im Ausland und jener im Inland, der Muslime und der Christen. Die Ägypter müssen geeint sein. Die Revolution wird weitergehen, bis sie ihre Ziele erreicht hat.”

Vorallem die Anhänger des alten Regimes sind noch nicht überzeugt. Sie hätten lieber den Ex-Luftwaffengeneral Achmed Schafik als Präsident gesehen. Das Land ist tief gespalten. Als der Sieg Mursis verkündet wurde, brach auf dem Al-Tahrir-Platz ohrenbetäubender Jubel aus. “Ich bin sehr zufrieden. Es ist ein großer Tag für Ägypten. Ich bin so glücklich, mir fehlen die Worte”, jublt eine Ägypterin.

Unser Korrespondent vor Ort fasste zusammen: “Der Sieg von Mohammed Mursi bedeutet nicht unbedingt das Ende der politischen Krise in Ägypten, aber es ist der Beginn eines neuen Kapitels in der Konfrontation mit dem Militär, das immer noch die Legislative und einen großen Teil der Exekutive kontrolliert.”