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Historischer Handschlag im nordirischen Friedensprozess

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Historischer Handschlag im nordirischen Friedensprozess

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Bei ihrem Besuch in Nordirland haben Queen Elisabeth II. und der frühere IRA-Aktivist Martin McGuinness sich die Hände gereicht – eine historische Geste im nordirischen Friedensprozess: Es ist das erste Mal, dass ein Mitglied der früheren militanten Untergrundorganisation der Königin persönlich gegenübertritt.

Die Reise nach Nordirland ist eine weitere Station des Diamantenen Thronjubiläums der Monarchin. An diesem Dienstag hatten sie und die Königsfamilie das Städtchen Enniskillen besucht. Dort bereiteten ihr die Menschen einen herzlichen Empfang. Die Stadt war 1987 Schauplatz eines IRA-Anschlags.

Martin McGuinness, derzeit stellvertretender Ministerpräsident von Nordirland, war einer der führenden Köpfe der Untergrundorganisation. Diese versuchte mit Anschlägen in den 70er und 80er Jahren, Nordirland von Großbritannien abzuspalten.
Später setzte McGuinness sich jedoch für die Aussöhnung mit London ein. Er gilt als einer der Baumeister des Karfreitags-Friedensabkommens.