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EU-Chefs suchen in Brüssel nach Wegen aus der Krise

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EU-Chefs suchen in Brüssel nach Wegen aus der Krise

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Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich heute zum mit Spannung erwarteten Gipfel in Brüssel getroffen. Nachdem immer mehr Mitgliedsstaaten in finanzielle Schieflage geraten sind, sollen bei diesem Treffen endlich Lösungswege aus der Krise gefunden werden. Außerdem gilt es ein positives Signal in Richtung der Finanzmärkte zu senden. Alexander Stubb, Finnlands Minister für europäische Angelegenheiten sagte bei Euronews:

“Wie immer bei diesen Treffen im Europäischen Rat wird am Ende ein Kompromiss zwischen langfristigen und kurzfristigen Maßnahmen stehen, aber ich bin optimistisch. Es ist sicher ein wichtiges Gipfeltreffen. Ich würde es aber nicht als historisch bezeichnen. Es ist gehört aber sicher zu den Top Fünf der letzten 30 Treffen. Also ich bin optimistisch.”

Länder wie Spanien, Italien und Griechenland hoffen auf schnelle Hilfen, die ihnen aus ihrer Misere helfen. Deutschland und andere Staaten setzen eher auf langfristige Maßnahmen. Jean Pisany-Ferry, Direktor des in Brüssel ansässigen Think-Tanks Bruegel meint:

“Bei der Banken-Union gibt es ein gewisses Maß an Übereinstimmung. Das macht Mut. Aber was die kurzfristigen Maßnahmen angeht gehen die Positionen weit auseinander. Man muss abwarten, welche Kompromisse gefunden werden.”

Offiziell endete der EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es gibt aber Gerüchte das schon im Juli ein weiterer Sondergipfel einberufen werden könnte, sollte man bei den wichtigen Themen zu keiner Einigung kommen. Vielleicht gelingt ja aber schon bei diesem Treffen der Durchbruch.