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Griechisches Parlament vereidigt

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Griechisches Parlament vereidigt

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Das neue griechische Parlament hat die Arbeit aufgenommen: Am Donnerstag wurden die Abgeordneten vereidigt. Stärkste Kraft ist nach den Wahlen am 17. Juni die konservative Nea Dimokratia, gefolgt vom Bündnis der radikalen Linken und der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung. Mit der Partei “Goldene Morgenröte” ist zum zweiten Mal in der griechischen Geschichte auch eine offen rechtsradikale Gruppe im Parlament vertreten.

Unterdessen sorgt Berlin mit seiner harten Haltung beim EU-Gipfel in Griechenland für Unbehagen. “Deutschland gegen alle”, titeln die Zeitungen: “Merkels Unnachgiebigkeit bringt den Euro um”. Die Erwartungen der Griechen sind gemischt. “Wir hoffen alle, dass beim Gipfel etwas Positives herauskommt”, meint eine Griechin. “Wir brauchen diese Hoffnung, also denke ich, die Zeiten werden besser.” Eine andere Frau ist skeptischer: “Wir haben Hoffnung, aber wir trauen den politischen Anführern und ihrer Haltung zu unserem Land nicht.” Und für einen älteren Mann ist Angela Merkel der Kern des Problems: “Ich kann unserem Präsidenten Papoulias vertrauen, aber wenn Angela Merkel an der Macht bleibt, wird es schwierig. Es muss klar sein, wo genau Merkel eigentlich steht.”

“Sparen” lautet weiterhin das Motto für Griechenland. Wegen der zwei Parlamentswahlen ist seit März in puncto Reformen, Verschlankung des Staates und Sparmaßnahmen nur wenig geschehen.