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Obamas historische Gesundheitsreform

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Obamas historische Gesundheitsreform

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Es war ein wahrlich historischer Moment für die Vereinigten Staaten, als am 23. März 2010 Präsident Obama das Gesetz über die Gesundheitsreform unterzeichnete.
Damit erfüllte er das wichtigste Versprechen aus seinem Wahlkampf.

Diese Reform werde einen wettbewerbsorientierten Markt schaffen, der es bisher unversicherten Amerikanern ermögliche, Zugang zu bezahlbaren, erschwinglichen Versicherungsleistungen zu bekommen, erklärte der Präsident. Sie werden damit die gleichen guten Bedingungen bekommen, wie sie für die Abgeordneten gelten.

An so einer Reform hatte sich bereits der letzte demokratische Präsident Bill Clinton vergeblich versucht.

Wenn 30 Millionen Amerikaner sich jetzt versichern können, werden die Gesamtkosten des amerikanischen Gesundheitswesens sinken, so ein wichtiges Argument dafür.
Bei einer Bevölkerung von 310 Millionen haben bisher in den USA 50 Millionen Menschen keine Krankenversicherung.

Das neue Gesetz verbietet den Versicherungen, Kunden wegen ihres Alters, Geschlechts oder bestehender Vorerkrankungen abzulehnen.

Die dafür verlangten enormen Aufschläge sind für die Betroffenen meist unbezahlbar.
Der Arzt Basim Khan betont, mit einer Versicherung werden die Menschen Zugang zu normaler Versorgung bekommen. Er erinnert an die schlimmen Folgen für Unversicherte, die im Notfall plötzlich mehrere tausend Dollar Schulden haben. Er kenne die Kehrseite, die enormen Leiden, wenn zum Beispiel jemand mit einem Schlaganfall eben nicht rechtzeitig behandelt werde. Seine Erfahrung besage, dass das die amerikanische Gesellschaft am Ende viel teurer zu stehen komme.

Die Gegner der Reform benutzen für ihre Ablehnung das populären Protestlied der Bürgerrechtsbewegung “we shall overcome”. Für sie ist alles “sozialistisches Teufelszeug”, was von der Regierung verordnet wird. Vor allem, dass ab 2014 Strafe zahlen muss, wer sich dieser Solidargemeinschaft verweigert.

Eine Gegnerin differenziert: Sie wolle eine Reform, die allein auf dem privaten Markt basiert.

Für den republikanischen Herausforderer von Präsident Obama bei den Wahlen im November, ist “Obama-Care” das Wahlkampfthema.

Mitt Romney behauptet, 56 Prozent der Amerikaner seien gegen diese Reform. Für den Fall seines Wahlsieges kündigt er an, das Gesetz sofort wieder abzuschaffen.