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Wie den Euro retten?

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Während Spaniens Fußballfans die Erfolge ihrer Nationalmannschaft bei der EURO 2012 feiern, spitzt sich die finanzielle Lage des Landes dramatisch zu. Madrid könne sich zu Marktbedingungen nicht viel länger finanzieren, erklärte am Mittwoch Ministerpräsident Rajoy. Zu hoch seien die Zinsen.

Eurobonds, gemeinsame Anleihen der Eurostaaten gelten vielen als Ausweg. Für die Krisenstaaten würden die Zinsen sinken. Als Verlierer stünden solide Länder dar, die nicht nur höhere Zinsen zahlen müssten, sondern auch für ihre Partner haften, falls diese ihre Schulden nicht zurückzahlen können.
Fraglich ist, ob Eurobonds überhaupt funktionieren. Viele Experten vermuten sogar, dass die Zinsen für Eurobonds den Zinsen der schwächsten Teilnehmerstaaten entsprechen werden, also niemand zu den gewinnern gehört.

Und ein Mann, der Eurobonds kaufen müßte, hat schon erklärt, dass er sie nicht anrühren wird. Lou JiWei, der Chef des mächtigen chinesischen Staatsfonnds China Investment Corp. (CIC), sagte dem Wall Street Journal, das mit Eurobonds verbunde Risiko sei ihm zu hoch und die zu erwartenden Zinsen zu niedrig. Europa mangele es an der erforderlichen Haushaltsdiziplin.

Sie könnte man mit der von Deutschland favorisierten Lösungsvorschlag erreichen: der Schuldenbremse. Der Schuldenberg eines Landes soll langfristig unter 60 Prozent des Bruttoinlandproduktes gedrückt werden. Das will man erreichen, indem man spart – oder zumindest die Schulden jedes Jahr langsamer steigen als das Bruttoinlandprodukt. Da die Schuldenberge vieler Staaten – auc Deutschlands – weit höher sind als 80 Prozent des BIP wird dies ein langer Weg. Damit sich alle an diese Schuldenbremse halten, soll ein europäischer Finanzminister in die Staatshaushalte von Schuldensündern eingreifen können.