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Donezk sagt "Auf Wiedersehen"

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Donezk sagt "Auf Wiedersehen"

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Dank der Fußball-Europameisterschaft ist die Stadt Donezk im Osten der Ukraine vielen Europäern nun ein Begriff. In der Donbass-Arena, dem neuen Stadion, spielten Spanien und Portugal um den Einzug ins Finale.

Hinter dem Hotelmanager Anton Gliwinskiy liegen anstrengende Tage. Aber es habe sich für ihn gelohnt:

“Ich hoffe, dass die Menschen, die nach Donezk gekommen sind, gute Erfahrungen gemacht haben. Nach dem, was unsere Gäste uns gesagt haben, hat es ihnen wirklich gut gefallen. Sie werden nach Hause fahren und ihren Freunden davon erzählen.”

Donezk ist vor allem für seine Schwerindustrie und seinen Kohlebergbau bekannt. Während der Fußball-Europameisterschaft konnte die fünftgrößte Stadt der Ukraine sich von ihrer besten Seite zeigen.

Das finden auch ihre Bewohner: “Früher haben Ausländer oft gesagt, dass Donezk eine alte Stadt fernab der Zivilisation ist. Aber jetzt sind sie hergekommen, um die Spiele zu sehen, und konnten feststellen, dass das nicht stimmt.” Ein junger Mann meinte: “Das Leben in Donezk hat sich verbessert. Wir haben Ausländer kennengelernt, alle waren guter Laune und sehr höflich, auch die Sicherheitskräfte. Doch wenn die Touristen abreisen, wenn alles vorüber ist, wird alles wieder seinen gewohnten Lauf nehmen. Nichts wird sich ändern.”

Am Rande von Donezk haben Fußballfans aus ganz Europa ihre Zelte aufgeschlagen. Ein norwegischer Fan scheint begeistert zu sein: “Es ist eine sehr schöne und tolle Stadt. Viele Fans sind hier und das Wetter ist gut.” Ein Spanier klagt über hohe Preise: “Es gibt keinen Platz mehr in den Hotels, alles ist sehr teuer. Wir werden eine Woche länger hier bleiben. Wenn die Tickets wieder billiger werden, reisen wir ab.”

Jetzt geht es für die Fans nach Kiew zum Finale. Ihnen steht eine 12-stündige Fahrt auf einer Autobahn voller Schlaglöcher bevor.