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Gnaoua Musik Festival in Essauira

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Gnaoua Musik Festival in Essauira

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Die Djembé ist eine der berühmtesten Trommeln in Afrika. Einige der besten Perkussionisten Westafrikas haben sich beim Gnaoua Musik Festival im marokkanischen Essaouira versammelt.

Wie die Gruppe “Djembé New Style” mit Musikern aus Mali, Guinea, Burkina Faso und der Elfenbeinküste. Ihr Repertoire: Traditonelle Djembé-Rhythmen, aber auch neue morderne Stile…

Die Djembé geht auf das Malinké-Volk zurück, Nachkommen des Mali-Reiches im Mittelalter. Von ihnen stammt der Ausspruch: Ein talentierter Trommler kann die Djembé zum Sprechen bringen. Will heißen: Der Trommler kann eine Geschichte voller Emotionen erzählen.

Eigentlich hat er ein Geschichtsstudium in Oxford absoliert. Doch dann wählte Saxophonist und MC Soweto Kinch die Bühne, um sein tägliches Brot zu verdienen. Derzeit ist er einer der wandlungsfähigsten Talente der Jazz und Hip hop-Szene Großbritanniens.

Soweto Kinch und Eska Mtungwazi sind die “special guests” in Essaouira. Der Musiker kündigte an, “es wird jede Menge Jazz geben – und sicherlich auch Hip hop. Mit dieser Mischung fühle ich mich richtig gut. Als ich anfing, war ich ein bisschen unsicher, “Ohhh, wird das funktionieren? Passen Jazz und Hip hop zusammen?” Jetzt machen wir das schon seit zehn Jahren. Und jedes Mal, wenn wir auf die Bühne gehen, dann ist einfach alles möglich.”

Der in Zimbabwe geborene und in London aufgewachsene Sänger gehört zu den talentiertesten Soul und Jazz-Künstlern seiner Generation.

Das Soweto Kinch-Quartett und Eska traten auf dem Festival mit Maâlem Hamid El Kasri auf. Sängerin Eska war beeindruckt vom Zusammenspiel. Sie erklärte, “es verändert dein Leben. Es ist einfach spannend, Menschen zu treffen, die wissen, welche Kraft und Spiritualität eine Stimme haben kann. Das ist aufregend.”

Die Ganoua Meisterin Eska wird wegen ihrer intensiven und klaren Stimme geschätzt. Wie der britische Sänger meint, passt die Gimbri, eine gezupte Laute mit drei Saiten, sehr gut zu ihrer Stimme. Hamid El Kasri versuchte zu erklären: “Die Gimbri hat eine Seele. Und Eska hat eine so starke Seele, dass beide miteinander verschmelzen.”

Maâlem Hamid El Kasri ist bekannt dafür, die Rhythmen des marokkanischen Nordens und Südens zusammenzubringen. Er wurde im Alter von sieben Jahren mit der Gnaoua Musik vertraut gemacht. Heute gehört er auf dem Festival zu einem der gefragtesten Künstler – und spielt mit internationalen Stars wie dem österreichischen Pianisten Joe Zawinul.

Die Show des Jazz Musikers Soweto Kinch, der Sängerin Eska mit Maâlem Hamid El Kasri und seinen Musikern war ein einschlagender Erfolg auf dem diesjährigen Gnaoua Musik Festival in Essaouira.