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"Miss Holocaust-Überlebende" in Israel gekürt

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"Miss Holocaust-Überlebende" in Israel gekürt

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Für die Kritiker ein makabrer Wettbewerb, für die Veranstalter eine Ehrung der Betroffenen: In Israel ist erstmals eine “Miss Holocaust-Überlebende” gekürt worden. Etwa 300 Frauen hatten sich beworben, 14 schafften es aus der Vorauswahl in die Show am Donnerstagabend in Haifa. Viel Kritik hatte es gegeben, auch für die Teilnehmerinnen war es eine Gratwanderung. Aber offensichtlich auch Spaß.

Und: Sie habe das Privileg, der ganzen Welt zeigen zu können, dass sie am Leben sei, obwohl Hitler sie alle auslöschen wollte, und das Leben genieße. Sie habe Kinder und Enkel, und sei dankbar, dass es so sei, erklärt die 74-jährige Esther Libber, die aus Polen stammt.

Sie gehört zu den jüngsten: Die Kandidatinnen waren zwischen Mitte siebzig und Ende neunzig. Um Schönheit sei es hier nicht vorrangig gegangen, betonen Siegerin wie Veranstalter, vielmehr um die Lebenskraft nach den Greueln. Ausgerichtet wurde der Misswettbewerb von einer Hilfsorganisation für Holocaust-Überlebende, gesponsort wurde er von einem Kosmetikunternehmen.