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"So werden die Dinge in Washington nun mal gesehen"

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"So werden die Dinge in Washington nun mal gesehen"

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Die Freude ist groß bei den Anhängern der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama. Das Oberste US-Gericht in Washington hat Reformwerk als verfassungskonform bestätigt.

Obama sagte: “Ich weiß, es wird heute viel diskutiert werden über die Politik, darüber, wer gewonnen hat und wer nicht, so werden diese Dinge hier in Washington in der Regel nun mal gesehen. Aber diese Diskussion geht am Kern vorbei. Unabhängig von der Politik, war die heutige Entscheidung ein Sieg der Menschen überall im Land, deren Leben sicherer sein wird aufgrund dieses Gesetzes und der Entscheidung des Obersten Gerichts, es zu bestätigen.”

Auf der anderen Seite: Die Gegner von Obamacare, wie das Gesetz auch genannt wird. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney ließ denn auch gleich wissen, was er nun zu tun gedenkt.

Romney: “Wie Sie sich vorstellen können, bin ich mit der Entscheidung des Gerichts nicht einverstanden, sondern mit denen, die anderer Meinung sind. Was das Gericht an seinem letzten Sitzungstag zu tun versäumte, das werde ich am ersten Tag tun, wenn ich als Präsident gewählt werden sollte. Und das heißt, ich werde Obamacare aufheben.”

Obama selbst räumte ein, das Gesetz sei nur mäßig populär. Beobachtern zufolge könnte der jetzige Gerichtsbeschluss dem bedrängten Staatschef aber für die Präsidentschaftswahl am 6. November Rückenwind verschafft haben.